Anamorphosen

Als eine Anamorphose (griechisch αναμόρφοση, „die Umformung“, von μορφή, „die Gestalt, Form“) bezeichnet man Bilder, die nur unter einem bestimmten Blickwinkel bzw. mittels eines speziellen Spiegels oder Prismensystems erkennbar sind, wobei diejenigen, welche einen Spiegel zur Entschlüsselung des Bildinhaltes benötigen, als katoptrische Anamorphosen bezeichnet werden. Bei Anamorphosen, die ohne Spiegel erkannt werden können, handelt es sich hingegen meist um Längenanamorphosen, bei denen das Bild sehr stark in die Länge gezerrt ist. Blickt man sehr flach auf eine solche Längenanamorphose, erscheint es entzerrt.

 



 

Im Gegensatz zur Metamorphose,dem völligen Gestaltwandel, thematisiert die Anamorphose die Verzerrung und Entzerrung einer Gestalt durch Wahrnehmung. Seit der Renaissance gelten anamorphotische Bilder als Symbole für die zeitweilige Infragestellung traditioneller Ordnungsprinzipien. Als Erfinder der Anamorphose gilt Leonardo da Vinci (1452 - 1519). Anamorphosen zeigten durch Ironie, Satire und optisches Spiel - seitlich betrachtet - eine 'wirklichkeitsgetreue Illusion'. Weil Anamorphosen stark verunsicherten, wurden ihnen z.T. magische Kräfte zugeschrieben.

Anamorphosen verursachen Zweifel an der eigenen Wahrnehmung, denn Anamorphosen machen leiblich erfahrbar, daß unsere Wahrnehmung variabel, zweifelhaft und standpunktabhängig ist, daß unsere Wahrnehmungsbewegungen subjektiv weltordnend sind.



 

Anamorphose mit zylindrischem Spiegel.

 

                                                 Das Labyrinth von Cartres

 

 

Das grafische Bild. Bundstift auf Papier

 

 

Anamorphose mit zylindrischen Spiegel.


                                    St. Martin Kirche in Schwäbisch Hall.

 

Freilichtspiele und Bühne für zahlreiche Konzert- u. Festveranstaltungen

 

 

Stadttorturm von Vellberg.


                 Eingang und Tor zur Trutzveste und Schlossanlage

 

 

Gerade bei den Buntstiften wird deutlich, wie sich die Winkel und Bögen zum Zylinder verhalten. Die Geraden die sich zum rechten Winkel des Zylinders befinden, haben natürlich die größte Krümmung.

 

 

Ein gutes Beispiel an dem man sehen kann, wie sich Objekte verhalten. Steht der Betrachter vor dem Zylinder, kann er das Bild indem er sich selbst davor hin und her bewegt,verändern.

 

 

Der in der Vitrine zu lesende Schriftzug IXIXL war Thema der Strassengalerie 2009. Ein Modell der Anamorphosen habe ich in einer Vitrine, installiert.
Eine Holzplatte( im nächsten Bild zu sehen ) wurde so mit Teilen der Buchstaben bestückt, dass diese vor der Vitrine aufgestellt, im Spiegel, welcher sich in der Vitrine befand, den Schriftzug ixixel, ergaben.
  
 

 

Die angeordneten Elemente ergeben den roten Schriftzug IXIX

 

 

Der Aufbau während der Ausstellung 2009.
Die Teile befanden sich im Garten, Bömbelestor und Rathaus.

 

 

Der Pfeil wurde so konstruiert, dass er im Spiegel einmal nach oben und unten zeigt. Auch hier stellt sich der Effekt nur von einem bestimmt gewählten Standort, ein. Das Wesen einer Anamorphose

 

 

 

Diese Form ergibt betrachtet durch einen Spiegelzylinder, einen Würfelhaufen

 

 

Würfel II

 

 

Längenanamorphose. Das Objekt wird in der Fläche so auseinandergezogen und verzerrt dargestellt. Durch den richtigen Standort, wird es in seiner Proportion wieder zurecht gerückt. Hier sieht der Betrachter am deutlichsten, wie er selbst durch Bewegung das Bild verändern kann. 

 

 

 

Tanzpaar

 

Andreas Wollenzien
Kleine Aus "Stellung"

Eschenauer Str. 2
74541 Vellberg
Mobil: 0160 93138278

 
awart.eu@googlemail.com

 

 



Druckversion Druckversion | Sitemap
© AW - Kleine "Aus Stellung"